> Allgemeine Fragen zur Einsendung

 > Fragen zur Form der Einsendung

 > Fragen zur Prüfgebühr

 > Fragen zum Ablauf der Prüfung

 > Fragen zur Einsendung für RAVENSBURGER

 > Fragen zur Qualität und Ausstattung

 > Fragen zu Erlösbeteiligung bei einem Spiel

 > Information für Spieleautoren

 > Links, Weiterbildung, Literaturtipps

Allgemeine Fragen zur Einsendung

Welchen Nutzen habe ich davon, meinen Spielevorschlag zur Prüfung an PROJEKT SPIEL zu schicken, zumal das mit Gebühren verbunden ist?

Christian Beiersdorf verfügt seit über 25 Jahren über eine profunde Erfahrung in der Spielebranche als Redakteur und Produktmanager in verschiedenen Verlagen. Diese Erfahrung soll Ihnen zugute kommen: In Form von Kritik und - falls machbar und notwendig - in Form von Ratschlägen bzw. Optimierungsvorschlägen, bevor das Spiel bei einem Verlag präsentiert wird.

Ist mein Spiel eigentlich geschützt? Wird mein Spielvorschlag vertraulich behandelt?

Jede Einsendung wird selbstverständlich vertraulich behandelt. Eine solche Vertraulichkeitserklärung ist auch Teil der schriftlichen Eingangsbestätigung. Spezielle Geheimhaltungsverträge (NDAs) schließt PROJEKT SPIEL aus grundsätzlichen Erwägungen nicht ab. Alle beteiligten Personen inklusive möglicher Testgruppen sind verpflichtet, die Spielidee vertraulich zu behandeln. Einen absoluten Schutz gibt es zwar nicht, allerdings wird dieser Ehrenkodex in der Spielebranche strikt beachtet, da schwarze Schafe sehr schnell bekannt und isoliert werden würden. Hier hilft auch die Spiele-Autoren-Zunft e.V. (SAZ). Christian Beiersdorf ist aktives Mitglied dieser Organisation.

Fragen zur Form der Einsendung

Kann ich meinen Spielvorschlag persönlich vorstellen, anstatt sie zu schicken?

Leider NEIN! Ein persönlicher Termin ist prinzipiell nicht möglich, um unnötigen Zeitaufwand für beide Seiten zu vermeiden.

E-Mail, Brief, Paket: Wie soll ich meinen Spielvorschlag an PROJEKT SPIEL schicken?

Zunächst genügen meist der Text der Spielregeln und ein Foto des Spiels. Diese Unterlagen können Sie per E-Mail oder im Kuvert per Post schicken. Passt das Spielmaterial in ein großes Kuvert, können Sie es auch gleich mitschicken. Komplettes Spielmaterial, das per Paket oder Päckchen versandt werden muss, schicken Sie bitte erst auf Anforderung! Die Schachtel sollte die Größe einer normalen Spieleschachtel nicht überschreiten. Also bitte keine Riesen-Holzbretter oder ähnliche Ungetüme schicken!

Was sollte meine Einsendung alles enthalten?

Anschreiben mit kompletter Postadresse, die Angabe “Ravensburger” oder “Lizenz-Agentur”, Text der Spielregeln, Foto des Spielmaterials in einer Spielsituation sowie Zusatzinformationen, wie z.B. Berichte von Testspielen, durchschnittliche Spieldauer, Anzahl der Spieler, Alters-empfehlung (geeignet ab ... Jahren). Wenn Sie den Prototyp schicken, sollte dieser alles Material zum Testen enthalten.

Was muss ich beachten, wenn ich Dateien per E-Mail schicke?

Am besten funktionieren alle Microsoft-Office-Formate wie DOC(X), XLS(X) und PPT(X); auch Open-Office-Formate sind OK. Besonders bequem sind PDF-Dateien. Kostenlose Umwandlungs-Programme, wie z.B. FreePDF, finden Sie im Internet, eine empfehlenswerte Software ist der “PDF- Converter Professional” von ScanSoft. Bilddateien bitte am besten als JPG, GIF oder PDF. Die Größe von Datei-anhängen sollte 5 MB insgesamt nicht überschreiten

Fragen zur Prüfgebühr

Wie funktioniert das mit der Gebühr für die Prüfung meines Spielvorschlags?

Am besten ist es, wenn Sie die Gebühr am gleichen Tag überweisen, an dem Sie Ihre Unterlagen an PROJEKT SPIEL schicken. So wird sicher gestellt, dass Ihr Spielvorschlag ohne Zeitverzögerung bearbeitet wird. Die Prüfung erfolgt erst nach Eingang der Gebühren. Erfolgt kein Zahlungseingang, erhalten Sie noch eine Erinnerung; es besteht aber kein Anspruch auf Rücksendung. Bei Überweisungen aus dem Nicht-EU-Ausland ist darauf zu achten, dass alle Bankspesen vom Einsender übernommen werden, also auch die Gebühren der Empfängerbank, damit der volle Betrag dem Konto von PROJEKT SPIEL gutgeschrieben wird: Bankspesenkürzel OUR.

Was ist, wenn ich gleich mehrere Spielvorschläge  schicken will?

Grundsätzlich ist das kein Problem. Bitte beachten Sie aber, dass die Gebühr für jeden einzelnen Spielvorschlag anfällt.

Muss ich nochmals zahlen, wenn ich zunächst nur die Spielanleitung schicke, später aber ein komplettes Spielmuster angefordert wird?

Für Einsender aus Deutschland fallen hier keine zusätz- lichen Gebühren an. Einsender aus dem europäischen Ausland müssen die Differenz der Basisgebühr in Höhe von € 65,00 und der Paketgebühr in Höhe von € 100,00 = € 35,00 nachzahlen. Bei Einsendern aus dem außereuropäischen Ausland beträgt diese Differenz € 85,00. Diese Zuschläge sind hoch, beruhen aber auf den hohen Kosten für den sicheren Versand mit der Post / DHL oder anderen Paketdiensten.

Fragen zum Ablauf der Prüfung

Wie ist der zeitliche Ablauf nach dem Einsenden der Unterlagen an PROJEKT SPIEL?

Zunächst bekommen Sie binnen einer Woche nach Eingang des Spielvorschlags und der Zahlung eine Quittung mit Em- pfangsbestätigung inklusive einer Vertraulichkeitserklärung. Bei Urlaub, Messen und Feiertagen kann es auch mal etwas länger dauern. Die Prüfung dauert normalerweise maximal acht Wochen. Innerhalb dieser Zeit bekommen Sie in jedem Fall einen Bescheid.

Was passiert, wenn PROJEKT SPIEL meinen Spiel-vorschlag als interessant beurteilt?

Wir präsentieren Ihr Spiel dann dem ausgewählten Verlag oder Sie erhalten von der Lizenz-Agentur das Angebot, einen Agenturvertrag abzuschließen.

Wie lange dauert die Prüfung bei dem ausgewählten Verlag?

Diese Prüfung kann unter Umständen mehrer Monate in Anspruch nehmen. Wir werden Sie aber in jedem Fall über den Fortgang informieren.

Was passiert, wenn PROJEKT SPIEL oder der ausge-wählte Verlag Ihr Spiel für nicht geeignet beurteilen?

Sie erhalten dann einen Prüfbericht, der Ihnen anhand einer Checkliste die Gründe für die Ablehnung erläutert. Je nach Substanz der Einsendung geschieht dies mehr oder weniger ausführlich. Dabei bemühen wir uns auch, Sie auf spezielle Punkte hinzuweisen oder Ihnen auch Tipps zur Optimierung zu geben. Insgesamt sollen Ihnen diese Hinweise helfen, in Zukunft innovativere und für den Markt passendere Spiele zu entwickeln. Außerdem erhalten Sie natürlich alle Ihre Unterlagen zurück, sofern diese nicht nur per E-Mail eingesandt wurden.

Fragen zur Einsendung für RAVENSBURGER

Worin besteht der Unterschied, wenn ich bei der Einsendung RAVENSBURGER oder LIZENZ-AGENTUR auswähle?

Der Unterschied wird relevant, wenn wir Ihr Spiel positiv beurteilt haben. Bei der Einsendung für RAVENSBURGER haben Sie den Vorteil, dass dieser ausgewählte Verlag das Vorgriffsrecht hat und bei einer Veröffentlichung in diesem Verlag für Sie keine Anteile an die Lizenz-Agentur anfallen. Sie erhalten also das volle, mit dem Verlag vereinbarte Honorar. Sollte dieser Verlag kein Interesse an Ihrem Spiel haben, wird Ihnen die Lizenz-Agentur u.U. anbieten, mit ihr  einen Agenturvertrag abzuschließen.
Bei einer Einsendung für die LIZENZ-AGENTUR wird diese Ihnen direkt einen Agenturvertrag anbieten. Damit kann sie Ihr Spiel bei allen geeigneten Verlagen vorstellen. Im Falle einer Veröffentlichung werden die Lizenzerlöse im Verhältnis 60% für Sie und 40% für die Lizenz-Agentur geteilt.

RAVENSBURGER: Warum kann ich meine Spielvorschläge nicht direkt an diesen Spieleverlag schicken?

Der Aufwand beim Ravensburger Spieleverlag stand nicht mehr im Verhältnis zum Nutzen. Aufgrund der Marken-bekanntheit war die Anzahl der unaufgeforderten Einsen-dungen zu groß. Der Ravensburger Spieleverlag folgt nun internationalen Gepflogenheiten, die Prüfung, Vorauswahl und Präsentation von unverlangten Einsendungen professio-nellen Agenturen zu überlassen. Ravensburger hat exklusiv die Agentur PROJEKT SPIEL mit diesem Service beauftragt.

RAVENSBURGER: Welchen Spieltypus sucht dieser Spieleverlag besonders und welchen nicht?

Das ist die schwierigste aller Fragen. Grundsätzlich deckt das Programm alle Zielgruppen vom Kleinkind bis zum Senioren ab. Kartenspiele und Würfelspiele finden sich dort ebenso wie Brettspiele, 3D-Aktionsspiele, Spiele mit Holzzubehör, aus Karton oder aus Plastik - mehr und mehr auch Spiele mit elektronischen Elementen – aber keine reinen Computerspiele. Eher schwerer haben es z.B. abstrakte Strategiespiele oder Sportspiele. Keine Chance haben Spiele mit Gewalt verherrlichendem Inhalt oder Freakspiele mit mehr als zwei Stunden Spieldauer; ebenso Variationen von bekannten Spielen oder z.B. neue Motiv- vorschläge für Memory®. Bei Lernspielen sollten Sie über- legen, ob es wirklich ein unterhaltsames Spiel mit Selbstkontrolle ist oder eher ein unterrichtsbegleitendes Lehr-mittel, denn dann passt es besser in einen Lehrmittelverlag. Ravensburger hat ein sehr breites Publikum im In- und Ausland im Fokus: Sehr komplexe Spiele mit hoher Einstiegshürde und Spiele mit einer Spieldauer von mehr als 90 Minuten passen deshalb weniger zur Marke Ravensburger. Grundsätzlich aber gilt: Eine wirklich gute Idee, ein Spiel, bei dem man spontan WOW! oder SUPER! sagt, hat immer eine Chance.

Fragen zur Qualität und Ausstattung

Wie kann ich vorab testen, ob es sich lohnt, meinen Spielvorschlag zur Prüfung einzusenden?

Testen Sie Ihr Spiel in der Familie, mit Freunden oder mit Kindern in der entsprechenden Altersgruppe mehrfach im Hinblick auf die im nächsten Punkt genannten Kriterien. Testen Sie vor allem auch mit neutralen Personen. Beobachten sie das Spielgeschehen und greifen Sie nicht immer gleich ein – so können sie auch gleich feststellen, ob Ihre Spielregeln verstanden werden. Notieren Sie alle Fragen und Probleme und optimieren Sie dann den Text der Spielregeln und das Spielsystem Schritt für Schritt. Macht das Spiel danach über mehrere Testrunden mit unterschiedlichen Personen immer wieder Spaß, sollten Sie es einschicken. Machen Sie sich aber auch ein bisschen schlau, welche Spiele es bereits auf dem Markt gibt. Ein „Mensch-ärgere-dich-nicht“ rückwärts oder ähnliche Varianten existierender Spiele haben meist keine Chance auf Vermarktung. Je origineller Ihr Spiel ist, umso besser!

Welche Kriterien muss ein neues Spiel erfüllen?

Es muss Spaß machen, es muss fesseln, es muss herausfordern, es sollte Emotionen auslösen, eine gute Spannungskurve bis zum Schluss aufweisen, es sollte auch die Kommunikation zwischen den Spielern anregen, es kann eventuell Wissensinhalte vermitteln und es sollte einen hohen Wiederspielreiz auslösen. Natürlich sollte es auch wirklich neu sein, also in der Kombination der Spielelemente und des Themas eine wirkliche neue Schöpfung darstellen. Wichtig ist auch die Form. Denken Sie nicht nur an Karten, flache Spielpläne und Plättchen. 3D-Elemente können zusätzlich sowohl optische als auch haptische Spielreize auslösen. Stellen Sie sich vor, Ihr Spiel wird im Fernsehen beworben: Der erste optische Eindruck vom Material sowie Emotionen sind hier entscheidend. Seien Sie mutig, gehen Sie neue Wege! Suchen Sie sich kompetente Partner für eine solche Entwicklung

Ist es sinnvoll, einen Spielvorschlag zu Starwars, Harry Potter, Yu-Gi-Oh!, Disney oder zu einem anderen aktuellen Lizenzthema einzureichen?

Eher weniger! Die meisten Spiele zu solchen Lizenzthemen sind Auftragsarbeiten, die zum TV- oder Kinostart der Serie entwickelt werden. Spätere Entwicklungen sind auf Grund der Kurzlebigkeit vieler Themen eher selten. Beachten Sie auch, dass die Rechte für solche Themen meist nur von einem bestimmten Verlag vermarktet werden. Recherchieren Sie also zunächst auf den Webseiten der betreffenden Verlage.

Wie sollte die Spielregel aufgebaut sein?

Geben Sie Ihrer Spielregel eine klare Struktur: Titel, Angabe zu Spieleranzahl, Alter und Dauer, Verzeichnis des kompletten Spielzubehörs (kleine Abbildungen dazu können hilfreich sein), Spielziel, Spielvorbereitung, Spielablauf, Spiel- ende und Ermittlung des Gewinners. Testen Sie diese Spielregel mit Spielern, die das Spiel nicht kennen und beobachten Sie, welche Fragen auftauchen. So können Sie Ihre Spielregel Schritt für Schritt optimieren.

Wie gut muss der Prototyp gestaltet sein?

Im Prinzip genügt ein so genanntes Funktionsdesign, Sie müssen also nicht einen professionellen Grafiker oder Illustrator damit beauftragen. Letztlich kommt es auf den inneren Gehalt Ihres Spiels an, nicht auf Ihr Design. Sollte das Spiel realisiert werden, hat der Verlag dann mit Sicherheit seine eigenen Vorstellungen über das Thema, die Gestaltung, die Formate etc. Trotzdem dürfen Sie sich gern ein bisschen Mühe mit dem Prototyp geben – auch Testspieler und Redakteure sind Menschen, bei denen das Auge mitspielt und die sich über schöne Prototypen freuen. Wichtig ist, dass alle Funktionen für das Spiel übersichtlich und klar erkennbar sind.

Fragen zur Erlösbeteilung bei einem Spiel

Wie werden Spielautoren am Erlös eines Spieles beteiligt?

Spieleverlage schließen für die Vermarktung eines Spiels mit dem Autor oder einer Agentur einen Lizenzvertrag ab. Ein solcher Vertrag regelt vor allem die Übertragung der Nutzungsrechte für die Vermarktung, z.B., in welchen Ländern der Verlag das Spiel vertreiben will, aber auch die finanzielle Seite. Spieleautoren erhalten normalerweise zwischen 3% und 5% an Lizenzgebühren vom Nettoerlös (Nettoumsatz) des Verlags. Ein Rechenbeispiel: 20 € Ladenpreis = 10 € Nettoerlös, davon 5% = 0,50 €. Die konkrete Höhe der Lizenzgebühren hängt von verschiedenen Faktoren ab, die individuell festzulegen und auszuhandeln sind. Ravensburger und die meisten anderen Verlage rechnen die Lizenzgebühren halbjährlich ab, einige auch vierteljährlich, andere nur jährlich.

Information für Spieleautoren

Wie entsteht ein Spiel? – Das Informationsblatt beschreibt in Kurzform die Arbeitsschritte bei Autor und Verlag

Spieletest-Report – Ein Formular als Hilfestellung beim Spieletesten

Herstellung eines gefalteten Spielplans - wichtig für den Versand!

Spieleautorentreffen:

Spieleautorentreffen in Göttingen im Juni

Spieleerfindermesse in Haar bei München im November

Die Mitgliedschaft in der SAZ lohnt sich für jeden, der sich ernsthafter mit der Entwicklung von Spielen auseinandersetzen und von den Erfahrungen anderer profitieren will. Auf ihrer Website finden sich auch eine Fülle nützlicher Informationen und Links, z.B. Bezugsquellen für Spielmaterial zum Bau von Prototypen. Die interne Schriftenreihe SAZ-Zeichen beinhaltet quasi das komprimierte Basiswissen für jeden Spieleautor.

Links, Weiterbildung, Literaturtipps

Alle Informationen rund ums Spiel (Auswahl):
Spielbox, Hall9000, Ludoversum, Zuspieler, Reich der Spiele, Cliquenabend, TicTrac, Spielen in Österreich

BoardGameGeek, Board Game Designer Forum, About.com

Deutsches Spielearchiv in Nürnberg
Bayerisches Spiele-Archiv in Haar:

Spielmaterial zum Bau von Prototypen:
Spielmaterial.de oder siehe auch die Links bei der SAZ

Weiterbildung:
Deutsche Spieleautorentagung
Spieleautoren-Seminare von Christwart Conrad

Literatur:
Buchreihe Spiele entwickeln der Fachtagung Spieleautoren – jährliche Edition ab 2006

Leitfaden für Spieleerfinder von Tom Werneck (neue Auflage 2007) – 5,00 € zu bestellen z.B. über das Bayerische Spiele-Archiv oder über die SAZ

Toy+Game Inv HandbookThe Toy and Game Inventor’s Handbook,
Richard C. Levy and Ronald O. Weingartner,
$ 19,95 – zu bestellen z.B. über Amazon

FAQs – Antworten auf Ihre Fragen, Weiterbildungsangebote, Links & Literaturtipps

Impressum / Copyright

 

English version
English version
Startseite

Die Spiele- und Autorenagentur